Donnerstag, 12. Juni 2008

! (13)

Ich mach jetzt was, was ich selten mach: Ich wette auf ein Fußballmatch. Und nachdem dies grad der 13te Rufzeichenpost ist, kann der mir persönlich durchaus zum Unglück und meiner Umgebung zur Belustigung gereichen. Also:

Sollte Österreich gegen Deutschland mit genau 3:2 gewinnen, rasier ich mir sämtliche Haare vom Körper.

Kenner des letzteren ahnen vermutlich, dass ich mir da wohl Urlaub nehmen muss. Aber ein zweites Cordoba wärs mir allemal wert.

Sonntag, 1. Juni 2008

Noli disturbare pacem meam

KLINGELINGELING!

Ich bin nicht hier. Nichtmal in der Gegend. Garnicht in Wien. Wer will mich da? Was wollen die von mir? Egal. Ich mach nicht auf.

KLINGELINGELING!

Es ist zu früh. Oder zu spät. Ich hör es nicht. Ich spür es nicht. Ich hab keinen Empfang. Auch wenns läutet. Ich heb nicht ab.

KLINGELINGELING!

Pick mir einen Zettel an die Tür. Sprich mir was auf die Box. Schick mir Rauchzeichen. Ich meld mich bei dir. Wenn ich nicht schlaf. Wenn ich nicht bade. Wenn ich nicht esse. Wenn ich Lust hab.

Freitag, 30. Mai 2008

Nie? Wo?

Mah, du Dreck, jetzt hau di endlich übers Hölzl drüber! Joooo, geht si eh... SCHEISSSEEE!!! Des gibts jo net, jetzt geh endlich doch umme! Na oisdann... hach Gott, de gschissene Kuah! Scho wieder mitm Schädl im Orsch... NAAAAAAAAA, SOOO A SCHEISSDRECK!!! Wenn du elendiges Trumm do net boid...

Und so weiter, und so fort. Stunt Dirt Bike ist wirklich ein kurzweiliger Zeitvertreib.

Donnerstag, 22. Mai 2008

! (12)

Die ganze Zeit schon hab ich so einen lästigen Ohrwurm, der geht circa so:

La lalalaaa lalalalaalaa, la lalalaaa lalalalaaaa
La lalalaaa lalalalaalaa, la lalaa lalalalalaaaaa


Also bitte, wenn den wer kennt, schreibe er mir einen Kommentar!

Freitag, 9. Mai 2008

Ratzepüh

Gestern hab ich mir ein rotes Moped gekauft, so einen typischen Gatschhupfer halt, second-hand. War nimmer viel Benzin drin, hab aber noch einen ganzen Kanister dazubekommen. Habs daheim umgefüllt in den Glaskrug. Hat interessant ausgesehn, bernsteinfarben, fast ein bisserl wie dunkles Bier. Ich muss weg, lass den Krug derweil halt so stehen, denk mir noch: Hoffentlich rührt den meine Mutter nicht an. Wie ich wieder komm, ist das Benzin komplett trüb und hat eine Milchschaumkrone. Ich renn zu meiner Mutter, wie man nur so blöd sein kann, dass ma aus dunklem Benzin eine Melange machen kann! Jetzt kann ichs natürlich wegschütten...

Aber es kommt noch besser. Der Stammleser hat natürlich längst erraten, dass das wieder einer meiner kranken Träume war. Ein paar bizarre Szenen - oder warens Stunden? - später wach ich auf, weil der Wecker scho wieder penetrant läutet. Wobei, eigentlich läutet er ja nicht - es is ein Radiowecker, er spielt Ö1. Ich stehe auf und möcht ihn abdrehen. Denkste, er lässt sich nicht abdrehen. Ich drücke Sleep, Snooze, Alarm - alles, was ich halt find. Nix, er zeigt mir die lange Nase. Endlich komm ich drauf, dass ich in meinem damischen Halbschlaf am falschen Gerät herumhantier und der eigentliche Lärm (mittlerweile schon wieder diese grausliche englische Nachrichtensprecherin, die ich weder in der Früh, noch sonstwann aushalt, weil sie dauernd redt, als hätt sie die Pappn voller Kaugummis) vom Radio ausm Wohnzimmer kommt. Also stapf ich, noch immer nicht ganz bei Sinnen, dorthin und versuch, endlich für Stille zu sorgen. Es bleibt beim Versuch - ich find den Alarm-Knopf, der an diesem Gerät auch für die Abschaltung desselben zuständig ist, wenn er schon mal losgegangen is, ums Verrecken nicht. Kippe schon das Gerät, weil ichs net glauben kann und es im Wohnzimmer noch a bissl halbdunkel is. Denk mir die ganze Zeit: Das gibts ja net!, will schon die Lautsprecher abhängen oder die Lautstärke runterdrehen, aber das wär ja unsportlich. Dann endlich, die Erleuchtung. Ich wache wirklich auf, gehe zum Radiowecker, drücke auf Snooze... na alsdann, funkt ja! Ma braucht nur den richtigen Wachzustand finden. Aber ich muss schon sagen: Mein Gehör im Halbschlaf is wirklich a Traum.

Montag, 28. April 2008

Bim/Häusl

Der Monat April nähert sich seinem Ende - wemma das Wetter als Gradmesser ultimativer Glückseligkeit nimmt: Gott sei Dank! -, und bevor die Bäume ausschlagen, will ich dem geneigten Visitorium (gell, da schauts!) doch noch zwei Anekdoten meines kurzen, aber bescheidenen Lebens darbringen:

Vor doch schon einiger Zeit - ich war also noch ein Teenie, zumindest hat ma damals so zu uns gesagt... Ich weiß garnicht, wie man heut zu sowas sagt, da so ein alter Sack wie ich außer Neon-Turmkapperln und Kajal praktisch nix mehr an Jugendkultur mitkriegt... Jugendkultur, was für ein Oxymoron... Wusstet ihr eigentlich, dass "Khol" ein Synonym für Kajal ist? Das freut den ÖVP-Seniorenbund-Andi sicherlich...

Hmpf, jetzt hab ich mich verlaufen. Also nochmal: Vor etlichen Jahren, es war sicherlich noch vor der Jahrtausendwende, da fuhr ich mit der Bim. ULFe gab es damals noch nicht, somit hatten Säuglingsschieber und Stockgänger ein mühevolles Leben. Ich will aussteigen, vor mir eine Dame, die ihren Zenit schon etwas... ein bissl angeknabbert halt schon. Und sie plagt sich natürlich die Stufen des Hochflurers runter. Ich, damals eine Spur asozialer als heute, denke mir noch: "Na, Muatterl!", halt im Sinne eines leichten Anfeuerungsrufes. Jetzt dürft ich mir das anscheinend doch etwas lauter gedacht ham, jedenfalls dreht sich das weiße Haupt um und antwortet entrüstet: "Sie wern aa no amoi so oid wern wia i!" - Mittlerweile weiß ich, dass sie Recht hatte.

Bissl näher in der Gegenwart: Bin mit einem Freund im Ikea einkaufen, nach der Kassa und einem Pepsi drängt der Harn. Ich zum Klo, reiß die Türe auf. Bemerke im Augenwinkel eine langhaarige Brünette, die sich gerade die Hände wäscht, nach mir umdreht und mir einen mutmaßlich etwas indignierten Blick zuwirft. Ich versuche, einen so betretenen, entschuldigenden Eindruck wie nur möglich zu machen, und trete die Flucht nach hinten an. Die fein säuberlich geschlechtergetrennten WCs liegen einander gegenüber. Nach der verflogenen Erstpeinlichkeit will ich die richtige Tür öffnen, bemerke aber im letzten Moment, dass irgendwas noch immer nicht ganz stimmt. Mache kehrt und öffne doch wieder die ursprüngliche Tür. Der Typ mit den langen Haaren stand noch immer bei der Waschmuschel. Für a Frau wär er zmindest von hint garnet so unfesch gwesen.

Montag, 7. April 2008

! (11)

Erkenntnis des Tages:

Gelegenheit macht Liebe.
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