Freitag, 26. März 2010

In einer netten Welt

Technik hat oft den Nachteil, dass man sie nicht wirklich braucht. Meistens wollen deren Urheber auch Geld damit verdienen. Und das lässt sich halt am besten mit good old Brot und Spiele, sprich: Unterhaltungselektronik.

Mir schwebt da was vor, und ich weiß nicht, obs sowas nicht schon mal gegeben hat und sich nur einfach nicht durchsetzen konnte, oder ob ich grad meine Patentrechte verjuxe. Vielleicht könnte mans diversen Smartphones als Software beigeben?

Einfach ein Dingl, mit dem du jemandem mitteilen kannst, dass du ihn magst. Und umgekehrt. Anonym und asexuell.

Und ich wette, bald würds die ersten im Schulhof geben: "Ich hab schon 57!" - "Was bistn DU für ein lauwarmes Kinderlulu? ICH hab 323!"

Seufz. Naiv.

Montag, 22. März 2010

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Ich finds erstaunlich, welchen Einfluss aromatisierte Zahnseide einfach nur aufgrund ihrer Präsenz auf ihre unmittelbaren Nachbarn haben kann. Ich kenne jetzt Minzchips, Minzthunfisch, Minzknäckebrot...

Montag, 15. März 2010

Murphy

Jawoll, DER Murphy. Der Typ, der sagt, dass alles, was schiefgehn kann, auch schiefgehn wird. Oder sagte. Ich weiß nicht, ob er heutzutage noch was sagt. Und wenn ja, wer ihm so zuhört. - Okay, hab geschummelt, hab nachgeschaut: Er tritt mittlerweile nur noch vor Holzwürmern auf.

Ebendiesen Murphy forder ich schon seit Jahr und Tag heraus. Ich hab nämlich nur genau EINEN Rasierer. Keinen Notfallplan. Oft rasiere ich mich tage-, teils wochenlang nicht. Man könnte behaupten, es wäre Faulheit. Ich würde es nicht leugnen. Allerdings gefällt mir die Vorstellung besser, es wäre eine allgemeine Auflehnung gegen die Bürden von Mutter Natur. Es gibt Leute, die schauen nach jener Zeit, die bei mir zwischen zwei Rasuren verstreicht, exakt so aus wie ich NACH der Rasur. Das hängt allerdings auch teilweise damit zusammen, dass ich nur den Trimmer benutze, denn bei gründlicheren Scherungen neige ich zu... ähm... naja, Pubertätsauswüchsen. Und aus diesem Grund hab ich auch keine Einwegrasierer als Fallback.

Mein Rasierer ist ein Akkudings. Akkus neigen dazu, exakt dann einzugehen, wenn mans am wenigsten brauchen kann. Und ich kann es IMMER am wenigsten brauchen, denn WENN ich mich rasier, hats meistens damit zu tun, dass ich unmittelbar danach unter Leute geh, die im besten Fall mich halbwegs wiedererkennen sollten und im schlechtesten Fall in der Zukunft mein Leben finanzieren. Und "unmittelbar danach" ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn nach einer Rasur bleibt treffpunktbedingt manchmal gerade noch Zeit zum Duschen und Anziehen, in aller Regel nichtmal diese. (Ich machs aber trotzdem, keine Sorge.)

In all den Jahren, in denen nun meine optische Sozialverträglichkeit an einem seidenen Faden gehangen ist, habe ich ein feines Sensorium entwickelt, was die Betriebsgeräusche meines Schnauzheckenstutzers betrifft. So fein, dass die Grenzen zur Paranoia mehr als fließend verlaufen. Geht das Geräusch der Scherblätter nur unwesentlich und kurzzeitig nach unten (ein bisschen so wie Walkmen kurz vorm Batterieexitus klingen), fährts mir schon siedendheiß in die Glieder. Denn WENN tatsächlich der Akku aus ist, ist meistens alles aus: dann bin ich mitten in der Rasur, schau aus wie Two-Face und kann daheim bleiben, denn Netzbetrieb gibts nicht, und ein Wiederaufladen dauert irgendwas zwischen Schönheitsschlaf und Arbeitstag. Was, gleich nach erfolgter Rasur wieder Aufladen? Oh Gott, da könnte doch der arme Akku Schaden nehmen...

Nachdem ich unlängst just vor einem alles entscheidenden Bewerbungsgespräch fast erneut in ebendiese Peinlichkeit geraten wäre und mich nur mit Müh und Not präsentationstauglich herrichten konnte, habe ich mich also entschlossen, nach praktisch meiner gesamten postpubertären Lebensphase eine Backuplösung anzuschaffen: Ein Zweitrasierer muss her!

Jetzt muss ich nur noch auf ein Schnäppchen warten.

Dienstag, 2. Februar 2010

Die Welt ist eine goldene Scheibe

Na DAS war mal ein putziges Dingelchen, das sie am 34. Eta 722 n.O. frühmorgens aus dem Walonga-Sumpf nördlich der Fransidi-Steppe zogen. Total verkohlt - der Torfstecher Sirwin hatte zwar behauptet, ein großer Feuerball wäre vom Himmel gekommen und im Wasser eingeschlagen. Aber Sirwin hatte schon so oft hanebüchenen Unsinn verzapft, sodass man ihn, als er in der Wachstube seine Beobachtungen geschildert hatte, nur milde lächelnd befragte, ob nicht zuvor auch rein zufällig eine Wema-Flasche auf wundersame Weise in seinem Rachen verschwunden war. Widerwillig ließ man sich von seinen Beteuerungen überzeugen, mal im Sumpf nachzuschauen. Und jetzt hatte man einen Fund, vermutlich vom Himmel gefallen, und stand ihn zögerlich begutachtend darübergebeugt. Was tun? Sicherheitsfrau Halone näherte sich vorsichtig - aha, es war gebrochen, und aus dem Inneren blitzte es hervor. Mit einem mulmigen Bauchgefühl griff sie hinein und zog den Inhalt heraus. Ein Raunen ging durch die versammelte Menge: Es war eine Scheibe, eine goldene Scheibe, mit eingeritzten Zeichnungen auf der einen, mit feinen Rillen und seltsamen Zeichen auf der anderen Seite. Keiner wusste einen Rat. Einer meinte, die Zeichen könnten Buchstaben sein, sie sähen doch den Hieroglyphen jener ausgegrabenen Statue recht ähnlich, die im Zirwo-Museum für Kulturgeschichte stünde, und an deren Inschrift sich die Wissenschafter bereits seit knapp 80 Jahren die Zähne ausbissen. Ein anderer scherzte angesichts des mittigen Loches, es könnte doch ein Schmuckstück zum Umhängen sein, aber dann hätten dessen Träger wohl einen Nacken wie ein Hitsatismoochse. Das alles brachte sie allerdings auch nicht weiter. Was bedeuteten wohl die Zeichnungen auf der einen Seite? Nach Minuten des Herumrätseln meldete sich der Finder, Sirwin, zu Wort: "Leute, stellen wirs doch einfach ins Museum neben die Statue. Vielleicht fällt irgendeinem Besucher was dazu ein, der kanns dann dem Direktor sagen. Und wenn nicht, schauts zumindest hübsch aus und liefert eine nette Geschichte." - Kurzes Schweigen. "Sirwin," meldete sich Fwawol der Ältere zu Wort, "wenn du den Mund aufmachst, kommt nur Blödsinn raus. Aber DAS ist endlich mal eine gute Idee von dir. Machen wirs so."

Wie lange die Voyager Golden Record dann im Museumsschaukasten über Sirwins Foto hing, wissen wir nicht. Aber entweder war die Platte doch nicht so einfach entschlüsselbar wie geplant, oder sie hatte sich schlichtweg beim Empfänger geirrt.

Samstag, 23. Jänner 2010

Trari, trara, die Post ist... weg.

Wenn der mp3-Player nicht mehr funktioniert, holt man Omas Grammophon vom Dachboden und entstaubt es. Oder auch Opas Volksempfänger. Wenn das Handy nicht mehr funktioniert und Skype die Patschen streckt, stapft man durch den Schnee zur nächsten Telefonzelle. Die gibts ja wenigstens noch ab und zu. Was es definitiv nicht mehr gibt, ist die steinzeitliche Alternative zur e-Mail - nämlich den guten alten Postkasten. Glaub ich zumindest.

Früher - so dermaßen lange kann es noch nicht her sein, denn ich kann mich noch erinnern, und das will was heißen - gab es an jeder Ecke einen Postkasten. Keine Widerrede, an jeder. Überall blitzten einem orange Quader mit dem sprichwörtlichen "links und rechts zum einehaun" von den Hauswänden entgegen. Irreführenderweise hatten die damaligen Mistkübel eine ähnliche (wenn auch nicht Form, aber) Farbe. Wahrscheinlich wurden die dann erst in ihr heutiges silbrigglänzendes Outfit konvertiert, nachdem sich zu viele Postbeamte ihr Hirn zermartert haben, ob die vor ihnen liegende Bananenschale nun ausreichend frankiert ist oder nicht.

Betonung auf "früher". Nun ist zwar der gute alte Brief fast vollständig von der flotten, kostenlosen e-Mail abgelöst, aber eben nur fast. Denn manche (wahrscheinlich von der Post quersubventionierte) Unternehmen bestehen nach wie vor darauf, bei gewissen Dingen auf das vermeintlich unsichere Internet zu verzichten. In meinem Fall wollte der ÖAMTC eine Änderung meiner Kontodaten, die sie zum Abschöpfen meines Mitgliedsbeitrags benötigen, partout nicht via Webformular entgegen nehmen. Dafür bekam ich ein Zettelchen zugeschickt, auf dem etwaige Datenänderungen einzutragen waren, sowie ein Kuvert mit dem Vermerk "Bitte ausreichend frankieren, falls Marke zur Hand". (Würde mich interessieren, wie oft die schon vorbereitete Briefmarke nach dem Lesen einer derartigen Aufschrift spontan und unwiederbringlich hinter den unverrückbaren Kleiderkasten rutscht...)

Also meinetwegen, füll ich das halt aus, schmeiß es ins Kuvert, bespeichel es ausreichend und trags zum nächsten Postkasten. Auf der Fahrt zum Donauzentrum - nichts. Kein Postkasten weit und breit. Aber in der Nähe vom DZ wird ja wohl einer sein, immerhin war davor lange Jahre ein Postamt... - nichts. Nicht im und nicht ums DZ.

Ich hab dann den Brief doch versehentlich in einen Mistkübel geschmissen. Der war leider einer der wenigen noch nicht Umlackierten. Aber gut, fahr ich halt direkt zu einem ÖAMTC-Stützpunkt. Die sind ja dank Internet leichter zu finden als Postkastln.

Samstag, 16. Jänner 2010

Weizreize

Man hat schlimme Träume. Man hat schöne Träume. Man hat - selten, aber doch - Träume, an die man sich noch längere Zeit nach dem Erwachen erinnern kann. Aber noch nie hatte ich einen Traum, wo ich ein einzelnes Wort so dermaßen genau vor mir sehen und behalten konnte - bis heute. Einziges Manko: Ich wurde von meinem besseren Drittel zu früh aufgeweckt. Seitdem quält mich eine einzige Frage: Was ist ein(e) "Weizreize"?

Donnerstag, 7. Jänner 2010

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Hübsches Lebensmotto: Besser elegant stolpern als geplant scheitern.
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