Freitag, 5. November 2010

π-zza

Unser Pizzalieferant bietet Pizzen in zwei Größen an. Groß und klein? Unsexy. Medium und large? Zu starbucks. Die Lösung: Single und Family.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Wie groß ist mein Magen? Geht da nur ein Single rein oder doch eine ganze Family? Und nicht zuletzt: Was bekommt man für welchen Preis?

Pizza kommt im quadratischen Karton. Das ist nur auf den ersten Blick unschön, schließlich kriegt man damit nicht nur die Quadratur des Kreises geliefert, sondern dazu auch jede Menge heißer Luft. Zumindest sofern man nicht allzu weit vom Hochofen entfernt wohnt. - Zweite Erkenntnis: Auch eine ganze Family kommt nur in einem einzigen Karton. Der hat immerhin eine Seitenlänge von 40 cm, die Single-Schachtel ist 8 cm kürzer (aber das gleich vier Mal).

Nimmt man jetzt an, dass in allen Himmelsrichtungen etwa 1 cm an Puffer draufgeht, kommt man auf Pizza-Durchmesser von 30 bzw. 38 cm. Da passt dann auch einiges an Auflage drauf, aber: Wieviel? Ich bin zwar kein Pizzologe, aber ich mutmaße mal, dass das Billigste an der Pizza der Teig ist. Dementsprechend dick ist auch der Rand - in unserem Fall etwa 2 cm. Sprich: Die tatsächliche Auflage spielt sich in einem Kreisdurchmesser von 26 bzw. 34 cm ab.

Eine Single-Pizza besteht also aus (r²π) 531 cm² Auflage und 176 cm² Rand, eine Family-Pizza aus 908 cm² Auflage und 226 cm² Rand. Erste Schlussfolgerung: Bei einer Family-Pizza erhält man verhältnismäßig mehr Auflage als Rand (Faktor 4 statt 3).

Der Klassiker, eine Margharita, kostet 5,90 als Single, 9,40 als Family. Hier ist die große nur unwesentlich billiger als die kleine (82,9 bzw. 83,5 Cent pro 100 cm²). Bei einer teureren Pizza (zB eine "Mediterrano" mit Tomatensauce, Käse, Tomatenscheiben, Prosciutto, getrockneten Tomaten, Oliven, Basilikum, Salami... wieso kostet die eigentlich so viel, wenn nur Paradeiser drauf sind? Wurscht.) isses umgekehrt - und auf doppelt so hohem Niveau (156,1 bzw. 155,6 Cent pro 100 cm²). Im Grunde kann man dann sagen: Wenn man den Rand wegschneidet und dem Hund oder dem Partner (in manchen Familys in Personalunion) verfüttert, rentiert sichs.

Welche jetzt besser in den Magen passt, lässt sich damit aber auch nicht zweifelsfrei feststellen. Schade eigentlich.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Firma, Baby!

Er sah auf die Uhr. Viertel 10. Montag Morgen. Das war wieder eine Woche, die nicht vergehen mochte. Er spürte seinen Magen. Ob das wohl ein beginnendes Geschwür...? Grund genug hätte er ja. Der Kollege von gegenüber lächelte freundlich. Wie er ihn hasste. Seit Jahr und Tag das gleiche beschissene Gesicht. Schnell wandte er seine Augen wieder zum Monitor. Er tippte zum Schein herum. "Na, Herr Hofmann? Wieder genesen?" Leck mich am Arsch. Nicht mal zwei Tage konnte man im Krankenstand sein, ohne seinen blöden Fragen ausgesetzt zu werden. "Ja, alles in Ordnung!" Irgendwann, dachte er, irgendwann laufe ich Amok. Und keiner wird wissen, warum. Halb 10. Noch einen Kaffee. Der Magen wurde nervös. Besser doch nicht. Eine Mail kam herein: "Das tut mir leid, mit deiner Frau." Mir nicht. "Kann ich irgendwas für dich tun?" Klar: Spiel für mich Lotto und gewinne. Steck mich auf eine Kreuzfahrt. Erleide mit mir Schiffbruch auf Pitcairn. Gründe mit mir eine Bäckerei in Adamstown. Zerschlage eine Vase auf meinem Schädel und telefoniere mit der britischen Botschaft, auf dass sie mir einen Rollstuhl schicken. Oder erschieß mich gleich, dann sparst du dir den Krempel. Vielleicht doch einen Kaffee.

Freitag, 1. Oktober 2010

! (56)

Die Donau besteht in Wien aus der braunen, der grünen und der Algendonau. Aber eine blaue Donau gibt es hier nicht.
Johann Strauss hieß mit zweitem Vornamen "Baptist". Genauso wie sein Vater.
Die Serie "Walker, Texas Ranger" war mehr oder weniger genau in jenem Interregnum im amerikanischen Fernsehen, als gerade kein Walker auch Präsident war.
Angeblich schneit es in Stadlau deswegen so ausgiebig, weil dort das Dampfkraftwerk steht und selbigen ziemlich vehement in die Luft schleudert. Das erklärt aber noch lange nicht den Wind in Breitenlee.
Auf Santorin heißt der Wind "Meltemi" und ist fast eine Touristenattraktion. Ob Turin auch einen Stadtheiligen hat, der nicht "Agnelli" heißt?

Montag, 13. September 2010

ÖBB olé!

Derzeit werden wir bei der ÖBB-Fahrplanabfrage mit einigen dubiosen Serveranfragen konfrontiert. Konkret schaut das so aus, dass bei der Schnellabfrage auf der ÖBB-Homepage in der URL eine zeitlang ein Dummy-Parameter mitgegeben wurde, der mittlerweile halt produktiv benötigt wird und in seiner Dummy-Form auf der ÖBB-Homepage eigentlich auch schon entfernt wurde. Womit wir natürlich nicht gerechnet haben: In der Zwischenzeit haben sich Lustige aus Australien, Schweden, Korea, Japan, Deutschland, der Schweiz usw die "alte" Abfrage von der ÖBB-Homepage kopiert, und somit kommt dieser Dummy-Parameter nun frisch fröhlich weiterhin Tag für Tag bei uns herein. Stört uns eigentlich nicht wirklich - die, die den Parameter mitschicken, landen mit ihrer Abfrage halt zukünftig im Nirwana, weil dieser Parameter, wenn er richtig angewendet wird, dafür sorgt, dass die Abfrage zum vorgesehenen Server kommt, und mit dem Dummy-Parameter eben kein gültiger Server erreicht wird.

Was meinen Kollegen zu dem - muss ich neidvoll anerkennen - genialen Bonmot veranlasst hat: Oft kopiert, nie erreicht.

Donnerstag, 9. September 2010

Relax!

Nachdem ich jetzt ein paar Tage daheim war, hat sich eine unbändige Faulheit derart in mir breit gemacht, dass mein Maßstab für ein bequemes Leben schon deutlich jenseits der Paschagrenze geflohen ist. Da hab ich also mein Heimnetzwerk, meine zweieinhalb Computer und meinen Laptop, garniert mit dem Firmennotebook, welches meinem Urlaub unbedingt beiwohnen wollte, sodass ich dann nicht umhin konnte, es an meinem letzten Arbeitstag mit heim zu nehmen. Und jetzt sind wir also - abgesehn von den eineinhalb PCs einen Stock tiefer - zwei Notebooks und ein Server auf engstem Raum im und beim Bett, nämlich ich mit dem einen Laptop am Schoß, der zweite Laptop in etwa eineinviertel Meter Entfernung und der Server einen halben Meter weiter. Und im Laufe der Zeit ist das Heimnetzwerk auch um einiges komfortabler zu bedienen geworden. Ich stehe nicht mehr auf, um den eindreiviertel Meter entfernten Server einzuschalten. Ich tippe in den Laptop ein "wake-primergy", und schon machts Klick!, und der Server bläst frohgemut zum Marsch in seinen Lüfter. Und der Firmenlaptop hat natürlich auch sein Einsatzgebiet gefunden: Da er um einiges performanter als mein brustschwaches Eigenmodell ist, spielt er mir die DVDs und aufgezeichneten TV-Sendungen ab, während ich mit meinem Schoßbesetzer surfe oder sonstigen Blödsinn mache. Und diesen eineinhalb Meter entfernten Laptop greife ich klarerweise auch nicht persönlich an - da müsst ich mich ja aufsetzen! -, sondern bediene ihn mit VNC, einer Fernwartungssoftware, mit der ich das Bild von dem auf meinen Schoß herhole. Ja, konsequenterweise müsste das eigentlich "Nahwartungssoftware" heißen. Aber jetzt hab ich ein Problem: Der Videoabspiellaptop steht ein bissl suboptimal schräg da. Gibts nicht endlich mal eine Fernverschiebungssoftware?

Sonntag, 29. August 2010

Mea culpa

Es tut mir leid. Ich weiß. Hab aber früher auch schon...? Ja. Naja, aber... Okay, stimmt. Ich hab halt momentan net so viel Zeit. Ohja. Nein, für anderes auch nimmer so viel. Du weißt ja, Familie und so. Ja. Naja, fortgehen schon, aber... Geh, das stimmt ja nicht, zum Beispiel vor a paar Monaten überhaupt keiner! Ohja, das weiß ich ganz genau, das solltest dir eigentlich auch gemerkt haben. Ja, ich mach ja eh schon, reicht dir der nicht? Jo mei, isses halt ein Meta-Posting, aber mehr fallt mir halt momentan nicht ein. Ja, werd ich machen, wenn mir wieder was einfallt. Versprochen.

Montag, 19. Juli 2010

00

Dringend. Knoten rein. Hilft nix. Schnell. Juchu, die zwei Buchstaben! Pfeil nach links. Schneller. Durch die Tür. Gang. Langer Gang. Mist. Schneller. Noch eine Tür. Aha, Mannderl und Weiberl. Uh, falsch. So. Auweh, noch eine Tür. Gang. Langer Gang. Mist. Pfeil nach rechts. Schneller. Was steht da? Pissoir oder Rest. Verdammt. Tür. Dringend. Gang. Mist. Schneller. Was steht da? Unter 1,80 und über 1,80!? Verflucht. Nachrechnen. Tür. Gang. Zu spät.
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